Studium

Alles rund um Module, Studienplan, Seminare, Prüfungen

Studienziel

Das Studienziel ist im Wesentlichen das Erlernen interdisziplinären Arbeitens an biotechnologischen Fragestellungen. Dabei liegen die Schwerpunkte auf der Systembiotechnologie und damit verbunden der Bioinformatik, der Natur- und Wirkstoffforschung, der molekularen Biotechnologie, der pharmazeutischen Biotechnologie und der Bioverfahrenstechnik. Dieser Ausrichtung wird eine sehr große Zukunft vorhergesagt. Mit modernen molekularbiologischen, bioinformatischen, bioanalytischen und bioverfahrens­technischen Methoden werden komplexe Systeme experimentell untersucht und mit mathematischen und bioinformatischen Modellen beschrieben. Dies ergibt zukunftsorientierte, neue Möglichkeiten für das Metabolic Engineering, das heißt für die gezielte Herstellung von Produzentenorganismen und die Entwicklung entsprechender Produktionsprozesse, aber auch für das Auffinden und Validieren von Wirkstoff-Targets und von Wirkstoffen. Damit ergeben sich starke Verknüpfungen mit dem Zentrum für Bioinformatik und der biologisch-chemischen Forschung an der Universität des Saarlandes, insbesondere in der Naturwissenschaflich-Technischen Fakultät.

Semesterbeiträge

Mit der Immatrikulation oder Rückmeldung an der Universität des Saarlandes müssen Beiträge und Gebühren bezahlt werden. Die Studierenden können erst, wenn die fälligen Beiträge und Gebühren bei der Universität eingegangen sind, immatrikuliert oder zurückgemeldet werden. Informationen zu den Semesterbeiträgen sind hier zu entnehmen.

Modularer Aufbau

Das Studium ist modular aufgebaut und arbeitet nach dem Leistungspunktesystem (ECTS Punkte). Das Studium beginnt mit 3 Semestern, in denen in Vorlesungen, Übungen, Seminaren, Praktika und Exkursionen Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt bzw. erlernt werden (90 Credit-Points, davon 55 benotet). Den Abschluss bildet eine einsemestrige Masterarbeit (30 Credit Points). Die Lehrveranstaltungen unterteilen sich in einen Pflicht- (mind. 58 CP) und einen Wahlpflichtbereich. Die Pflichtveranstaltungen vermitteln für die Biotechnologie essentielle Kenntnisse im Bereich der Biochemie, molekuaren Biotechnologie, Bioreaktions- und Bioverfahrenstechnik, sowie der Bioanalytik und Bioinformatik in Form von Vorlesungen, Seminaren und Praktika. Zusätzlich wird der Pflichtbereich mit einem umfangreichen, fächerübergreifenden Angebot an Schlüsselkompetenzen abgerundet.

modularer Aufbau

Aus dem Wahlpflichtbereich wird das Studium mit spezielleren Veranstaltungen aus den Kernbereichen bzw. aus der Biopharmazie und pharmazeutischen Biotechnologie, der Bioorganischen und –anorganischen Chemie sowie der Biophysik ergänzt.

Studienverlauf

Damit sich die Studierenden im Laufe ihres Masterstudiums individuell weiterbilden können gibt es für den Studienverlauf einen sehr variablen Zeitplan, wobei während der ersten beiden Semester die Pflichtveranstaltungen im Vordergrund stehen. Der Pflichtbereich unterteilt sich in die folgenden sieben Module. Die benötigte Mindestanzahl an Credit Points (CP) sind entsprechend aufgelistet.

Interdisziplinäre Zugänge

  • Biochemie und Biotechnologie (V: 6 CP)  
  • Molekulare Biotechnologie (V: 7 CP, P: 5 CP)
  • Bioreaktionstechnik und Bioverfahrenstechnik (V: 7 CP, P: 4 CP)
  • Bioanalytik und Bioinformatik (V: 4 CP, P: 2 CP)
  • Seminar Biotechnologie (S: 10 CP)
  • Schlüsselqualifikationen (V/S: 3 – 6 CP)
  • Fortgeschrittenen Praktikum (P: 10 CP)

In diesen Modulen können über die Mindestanzahl an Credit Points zusätzliche Veranstaltungen belegt und eingebracht werden. Veranstaltungen aus den Wahlpflichtmodulen füllen den Studienplan der ersten drei Semester auf. Alle Veranstaltungen aus dem Studiengang Biotechnologie sind im Modulkatalog aufgelistet und werden vom Prüfungsausschuss regelmäßig aktualisiert.


Schema

Interdisziplinärer Zugang

Ausgehend von der Tatsache, dass in modernen Forschungs- und Entwicklungsprojekten der Biotechnologie in sehr hohem Maße Teamarbeit gefragt ist, erlaubt dieses Masterstudium den Zugang aus verschiedenen Bachelorstudiengängen. Es baut auf Bachelorstudien auf, die zum Teil an der Universität des Saarlandes bereits existieren, wie zum Beispiel Chemie, Bioinformatik, Biologie und Pharmazie. Wir beschreiten hier Neuland, indem wir die Studenten in ein interdisziplinäres Umfeld hineinversetzen, sowohl was den Unterricht als auch ihre Studenten-Kollegenschaft angeht. Da das Studium mit verschiedenen Bachelor-Abschlüssen der Universität des Saarlandes bzw. von anderen Universitäten mit äquivalenten Prüfungsleistungen begonnen werden kann, sind je nach Vorbildung bestimmte Lehrveranstaltungen zusätzlich vorgeschrieben.

Interdisziplinäre Zugänge

  • Studierende mit einem Bachelor-Abschluss in Bioinformatik haben einen Teil der im Master-Studium vorgesehen Ausbildung in Bioinformatik bereits absolviert, müssen dafür aber ihre Ausbildung in Biochemie und Molekularbiologie vertiefen.
  • Studierende mit einem Bachelor-Abschluss in Chemie müssen ihre Ausbildung in Molekularbiologie vertiefen.
  • Studierende mit einem Bachelor-Abschluss in Biologie müssen ihre Ausbildung bezüglich grundlegender mathematischer Methoden vertiefen.
  • Studierende mit einem Bachelor-Abschluss in Pharmazie müssen ihre Ausbildung in Biochemie und grundlegenden mathematischen Methoden vertiefen.

Unterrichtssprache

Lehrveranstaltungen werden in deutscher und englischer Sprache gehalten. Entsprechend sind Prüfungen in diesen beiden Sprachen möglich. Für internationale Studieninteressenten ist der Nachweis ausreichender deutsch Kenntnisse verpflichtend.